03.05.2021 / Mitglieder berichten / /

Ein Jahr bei der JCVP

Unser Mitglied Boris Fluri ist vor rund einem Jahr zu uns gestossen. Seitdem hat er viel erlebt. In seinem Bericht schreibt er, wie er überhaupt zu uns gefunden hat und was sein erstes Jahr für ihn bereit hatte.

von Boris Fluri

Politik- ein Bestandteil eines jeden Landes! Auch für mich war ihre Präsenz immer spürbar. Doch erst vor einem Jahr, hat mich die Politik näher interessiert. Geprägt von der Coronapandemie erhielt die Menschheit die Gelegenheit, Ihr persönliches Ich zu finden und neue Interessen zu entwickeln.

Für mich war diese Gelegenheit mein Einstieg in die Politik. Mein Name ist Boris Fluri, ich bin 20 Jahre alt und bin wohnhaft in Feldbrunnen im Kanton Solothurn. Nun ist knapp ein Jahr vergangen, seit dem ich der Jungen CVP beigetreten bin.

Bevor ich jedoch beigetreten bin, fand ein Findungsprozess statt. Ich stellte mir die Frage, welche Partei kommt meinen persönlichen Normen und Werten am besten entgegen? Eine Suche auf Google hat mich auf die bekannte Webseite: «parteienkompass» und «smartvote» geführt. Der Parteiensuchtest ergab: CVP / BDP. Ich selbst schätzte mich im Vorhinein auf eine Mitte-Links Partei ein. Ich war etwas erstaunt über das Ergebnis. Gleichzeitig war ich mir unsicher, welche Rolle der Glaube und die Kirche in der Partei spielen. Aus diesem Grund habe ich mich auf der Website der CVP und JCVP schlau gemacht, was ihre Grundsätze und Schwerpunkte sind. Mir wurde schnell klar: «Gerechtigkeit, Menschenwürde, Solidarität und Eigenverantwortung», decken sich gradlinig mit meinen Grundsätzen ab.

Aufgrund meiner Unerfahrenheit wie auch meines noch jungen Alters, habe ich beschlossen mich bei der Jungen CVP Kanton Solothurn zu melden und mein Interesse eines Beitritts zu bekunden.

Sehr rasch erhielt ich eine Zusage und bereits einen Willkommensgruss im gemeinsamen WhatsApp Gruppenchat der JCVP Kt. Solothurn. Als ich dies mit Freuden meinem Familienkreis erzählte entstand ein unerwarteter Zufall. Mein Vater, Roman Fluri, war in früheren Zeiten Gemeinderat in Balsthal und war Mitglied der Mutterpartei CVP. Robin Schmid, Präsident JCVP Kt. Solothurn, wies mich in die Partei ein und lud mich zu meiner ersten Delegiertenversammlung ein. Diese fand damals in Basel statt und ich war sehr gespannt darauf. Ich durfte auch bereits als Delegierter des Kt. Solothurn eine Stimme abgeben für die damalige Parolenfassung. Aufregung und eine Ungewissheit was mich erwartet waren vorhanden. Trotz der Aufregung fühlte ich mich sehr wohl. Ich konnte an diesem Tag sehr viele neue Kontakte knüpfen und Diskussionen führen. Ich merkte sehr schnell, in der Jungen CVP werden unterschiedliche Meinungen und Ansichten respektiert. Jeder kann seine Meinung teilen und sich dazu äussern. Dies gab mir die Bestätigung: Meine Entscheidung der Jungen CVP beizutreten war absolut richtig!

Durch Corona fanden alle anschliessenden Delegiertenversammlungen leider nur virtuell statt. Trotzdem habe ich mich gefreut, an diesen teilhaben zu dürfen und ich konnte bereits vieles kennenlernen.

Am 7. März standen im Kanton Solothurn die Kantons- und Regierungsratswahlen an. Ich habe mir nicht ausgemalt, daran zu kandidieren. Eines Tages kam jedoch ein Anruf von Glenn Steiger. Seine Anfrage: Ob ich nicht an den kommenden Kantonsratswahlen kandidieren möchte. Ich war sehr überrascht und brauchte eine kurze Bedenkzeit, ehe ich einen Tag später die Möglichkeit ergriff und mich für die Kandidatur aufstellte. Dazu gehörte auch die Bekanntmachung meiner Kandidatur. Über Social Media erhielt ich sehr positive Rückmeldungen wie auch persönlich in meinem Bekanntenkreis.

Für mich war klar, die Gewinnchancen sind sehr gering. Trotzdem wollte ich meine Schwerpunkte und meine Meinung der Bevölkerung des Bezirks Solothurn-Lebern offenbaren. 1317 Stimmen erhielt ich am Wahltag. Dies war für mich ein persönlicher Sieg und mein endgültiger Einstieg in die Politik.

Mein Ziel ist es mehr Menschen von den Parteigrundsätzen der Jungen CVP zu überzeugen und eine wichtigere Rolle in der Partei und in der Politik einzunehmen. Ich möchte neue Erfahrungen sammeln, neue Kontakte knüpfen und mich für die Anliegen der Menschen einsetzen. Jugendliche und junge Erwachsene sollen ein Interesse für die Politik entwickeln und sich für Abstimmungen mehr interessieren. Für mich ist es ausgesprochen wichtig, diese Generation zu erreichen und ihnen aufzuzeigen, wie interessant Politik sein kann und wie wichtig jede einzelne Stimme ist. Probleme können eingebracht und diskutiert werden. Es ist sehr schön zu sehen, dass in dieser Corona-Zeit die Neueintritte bei den Parteien gestiegen sind. Die Schweiz braucht junge und interessierte Jungpolitiker, welche die Anliegen und Interessen ihrer Generation einbringen können.

Der Beitritt in die Politik und vor allem der Jungen CVP hat mir eine neue Welt eröffnet, welche viele Interessante Wege darlegt und welche ich mit Freuden begehen möchte.

 

Mehr über Boris Fluri gibt es hier.